Bildquelle: fotolia, Goodyear
OPS Freiberg a.N. - Die Schule mit dem pädagogischen Plus

Oscar-Paret-Schule
Freiberg a.N
Marktplatz 3
71691 Freiberg am Neckar
Telefon 0 71 41 - 27 82 00
Telefax 0 71 41 - 27 82 18
info(at)ops-freiberg.de

OPS Schulleitung
Leitung: StD René Coels 
Stellv.: StD'in Diana Hoffmann

Öffnungszeiten Sekretariat

Montag* bis Freitag* 

8:00 - 10:15 und 11:15 - 15:00 Uhr

* An allen Tagen ist das Sekretariat in der Zeit
von 10:15 - 11:15 Uhr geschlossen

> Anfahrt

Infos | Neuigkeiten 

24.07.2017

„Ich bin mein Himmel und meine Hölle.“ - Die Theater-AG der OPS spielte „Die Räuberinnen“

Unter freiem Himmel präsentierte die Theater-AG der Oscar-Paret-Schule Freiberg am Neckar an vier Abenden Schillers Räuber-Stoff, doch statt des Räuberhauptmannes Karl von Moor tritt eine junge Frau auf die Bühne: Karla (Hannah Dickenbrock). Sie trägt eine Bomberjacke, zerschlissene Jeans, das Haar wild zum Zopf geflochten und sie führt eine Horde von Gewalttäterinnen an, die bewaffnet mit halbautomatischen Schusswaffen die böhmischen Wälder besetzt halten. Gefangen zwischen ihrer Liebe zur Freiheit und ihrer Liebe zu Albert (Timon Steinbrenner), kämpft sie nicht nur um ihr Leben und das ihrer Kameradinnen, sondern auch gegen ihre intrigante jüngere Schwester Franziska (Sophie Hillenbrand-Torres). Die Zweitgeborene versucht mit allen Mitteln, Karla zu vernichten, sie um Verlobten und Vermögen zu bringen und dabei scheut Franziska nicht davor zurück, den eigenen Vater (Marc Dombrowski) im Hungerturm dahinsiechen zu lassen. Doch am Ende des fünften Aktes stirbt nicht nur er, auch Franziskas Leben endet bühnenwirksam durch Selbststrangulation mit einem Mikrophonkabel.

Mit einer dramatischen Intensität verkörperten die Akteure Schillers Figuren und hauchten ihnen neues Leben ein, denn durch die Verkehrung der Geschlechterrollen gewann das Stück an Tiefe und Dramatik. Fünf Fernseher spiegelten  das leidenschaftliche Geschehen auf der Bühne, das von einer Videokamera ständig übertragen wurde. Monologe, in ein Mikrophon gesprochen, ließen das Publikum nicht nur zuhören, sondern transportierten Wut, Hass und Verzweiflung  verstärkt in seine Wahrnehmung. Das Sturm-und-Drang-Stück schien so modern wie nie und die Figuren glaubhaft bis zuletzt.

Dass das Leben kostbar ist und Freundschaft bis in den Tod zum Fluch für alle werden kann, das zeigten die 15 jungen Erwachsenen an den vier Sommerabenden. Am Ende eines langen Sommerabends überliefert sich Karla desillusioniert und voll Schuld der Justiz und zurück bleiben staunende Zuschauer und vor allem stolze Nachwuchstalente. Viele von ihnen werden die Oscar-Paret-Schule bald verlassen, aber sie alle werden sich noch lange an das Stück erinnern, das Achim Vetter mit seiner Inszenierung verjüngt hat ohne ihm seine Intensität zu rauben.

<- Zurück zu: Neuigkeiten

 

Seite ausdrucken - © 2008 Oscar-Paret-Schule Freiberg a.N. | Impressum | Datenschutz