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14.06.2018

Projekttag GRENZBEREICHE

Ein interaktiver Projekttag zur Prävention von sexuellen Übergriffen in Teenagerbeziehungen
mit dem Ludwigsburger Theater Q-rage und der Fachberatungsstelle Silberdistel e.V.
in Kooperation mit der Polizeidirektion Ludwigsburg, der Schulpsychologischen Beratungsstelle und profamilia

Am Mittwoch, den 13.06.2018 wurde das Präventionstheater GRENZBEREICHE für Schülerinnen und Schüler der Oscar-Paret-Schule in Freiberg aufgeführt und anschließend besprochen.

„Könntet ihr nicht ein Theaterstück entwickeln zur Prävention von sexuellen Übergriffen in Teenagerbeziehungen?“
Mit diesem Anliegen wandte sich die Fachberatungsstelle Silberdistel e.V. im Herbst 2012 an die Ludwigsburger Theatergruppe Q-rage.
Hintergrund für dieses Anliegen war, dass Grenzverletzungen bis hin zu sexuellen Übergriffen zwischen Jugendlichen häufiger vorkommen, als erwartet. Sie entstehen oft in lustigen Freizeit- oder Partysituationen, die aus dem Ruder laufen. Ein anfänglich gemeinsames Interesse aneinander oder ein spaßhaftes Flirten und Necken kann sich zu einer grenzverletzenden, demütigenden Situation entwickeln. Ein „Nein“ wird nicht gehört, vielleicht auch unklar vermittelt oder bewusst übergangen. Argumentiert wird gerne damit, dass alles nur Spaß sei und die andere Person kein Spielverderber sein solle.
Sexuelle Grenzverletzungen bis hin zu sexualisiertem Cyber-Mobbing (z.B. durch das Veröffentlichen intimer oder schambesetzter digitaler Fotos in sozialen Netzwerken) können jedoch zu starken psychischen Belastungen bei den betroffenen Jugendlichen führen.

Das Projekt GRENZBEREICHE will Schüler/-innen für Grenzverletzungen sensibilisieren, sie in ihrer Würde stärken und sie zu einem fairen und grenzachtenden Umgang miteinander motivieren.
Für die Entwicklung des Präventionsprojektes war es wichtig, eine Form zu finden, die Jugendliche anspricht und sie in ihrer Lebensrealität abholt.
Dies gelingt durch das Theaterstück GRENZBEREICHE, das von der Ludwigsburger Theatergruppe Q-rage entwickelt wurde. Es stellt die Geschichte eines Mädchens (Franzi) und eines Jungen (Lars) dar, die sich näher kennenlernen wollen und sich für ein erstes Date verabreden. Beide sind neugierig auf das andere Geschlecht. Der Junge steht ein wenig unter Erfolgsdruck, für das Mädchen steht im Vordergrund, Spaß zu haben (nicht zwingend erotisch). Beide probieren aus. Sie machen unterschiedliche Erfahrungen, kribbelig-spannende und schwierige. Im Stück werden sowohl die Sehnsüchte von Jugendlichen nach Nähe und Intimität, als auch ihre Unsicherheiten und Unklarheiten im Umgang mit dem anderen Geschlecht gezeigt. Über allem aber steht das Ziel, dass beide Jugendliche eine gute Zeit miteinander verbringen wollen. Im Stück gelingt das, da sie beim Anecken an Grenzen, bei entstehenden Irritationen und Grenzverletzungen durch eine Moderation und durch die Personen im Publikum Unterstützung erhalten. So können auch kippelige Situationen gemeistert werden und am Ende steht der geglückte Start einer romantischen Teenagerliebe.

Im Anschluss an die Theateraufführung wurde das Stück mit Vertreter/innen aus Beratungsstellen in geschlechtshomogenen Schüler/innengruppen nachbesprochen.
Die fachliche Begleitung des Präventionsprojektes findet in Zusammenarbeit mit Frau Wenzelburger von Silberdistel Ludwigsburg e.V., Fachberatungsstelle gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen, Frau Glück, Präventionsbeauftragte der Kriminalpolizei Ludwigsburg, Herrn Wolf von der Schulpsychologischen Beratungsstelle und Herrn Horvath von profamilia statt.

In den Nachbesprechungen bekamen die Schüler/innen die Aufgabe, sich jeweils mit der gleichgeschlechtlichen Spielfigur im Stück zu identifizieren und Fragen und Wünsche an das andere Geschlecht zu erarbeiten.
Außerdem erhielten sie Informationen über die gesetzlichen Regelungen und über Hilfe- und Unterstützungsmöglichkeiten vor Ort.

Besonders angesprochen haben die Schüler/innen die geplanten Unterbrechungen der Szenen, bei denen "das Publikum" um Rat gefragt wird. "Ich fand es voll gut, dass der (Techniker und Moderator der Theatergruppe) mit uns gesprochen hat, obwohl ich mich nicht getraut habe, was zu sagen".


Durch eine großzügige finanzielle Unterstützung der Ruprecht Stiftung ist es möglich geworden, das Projekt GRENZBEREICHE umzusetzen und für Schulen aus dem Landkreis Ludwigsburg anzubieten. Dafür ganz herzlichen Dank an die Stiftung.



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