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24.01.2019

Themenorientierte Projektwoche „Soziales Engagement“ (SE) in Klassenstufe 8

Das themenorientierte SE-Projekt der Realschule findet in der 8. Klassenstufe statt und öffnet die Schule hin zur Gesellschaft. Die Jugendlichen erfahren dabei, wie soziale Arbeit das eigene Leben sowie das der Mitmenschen bereichern kann.

Das Projekt gliedert sich in zwei Teile. In der ersten Projektwoche Ende November haben die Schülerinnen und Schüler Unterricht nach einem speziellen Projektwochenplan. In der zweiten Projektwoche absolvieren die Heranwachsenden ein Praktikum in einem sozialen Berufsfeld.

Im Rahmen dieser SE-Projektwoche 1 werden die Jugendlichen zunächst durch pädagogisch aufbereitete Module auf die Tätigkeiten in den sozialen Einrichtungen vorbereitet. Sie befassen sich u.a. mit dem Thema „Umgang mit Menschen mit Behinderungen", interviewen Betroffene und besuchen eine passende Einrichtung im Umkreis der Schule. In diesem Schuljahr machten alle achten Klassen einen Lerngang in die Theo-Lorch-Werkstätten Ludwigsburg. Die Klasse 8b blickte außerdem beim Tierhof Arche Noah in Remseck a. N. hinter die Kulissen.

Es folgt ein Erfahrungsbericht einer Schülerin.

 

„Am ersten Tag dieser Projektwoche haben wir eine Einführung zum Thema von bekommen. Im Anschluss behandelten wir mit den Umgang mit behinderten Menschen, ehe wir uns gemeinsam mit unserer Lehrerein auf den bevorstehenden Lerngang zu den Theo-Lorch-Werkstätten Ludwigsburg vorbereiteten. Mein Highlight der Woche: die Theo-Lorch-Werkstätten!

Am nächsten Tag sind wir mit den öffentlichen Verkehrsmitteln von Freiberg nach Ludwigsburg gefahren. Dort haben wir die verschiedenen Menschen und Räume kennenlernen dürfen und Einblicke in ihren Alltag bekommen. Wir haben gelernt mit den Menschen dort gut umzugehen, sie zu respektieren und dass man mit ihnen auch Spaß haben kann. Als wir in einen Raum kamen, war dort ein behinderter Mann, der spontan einen der Jungs aus meiner Klasse umarmte und uns alle mit der Hand abgeklatscht hat. Das war eine Erfahrung wert und so etwas erlebt man nicht oft! Besonders gut hat mir auch gefallen, dass jeder aus unserer Klasse dort jeden respektiert hat!

Nachmittags haben wir dann im Unterricht über Alzheimer gesprochen. Unser Lehrer hat uns dann erklärt, dass es verschiedenen Stufen dieser Krankheit gibt. Außerdem nannte er uns auch Beispiele aus seinem Alltag.

Am Mittwoch lernten wir behinderte Menschen, die im Sport aktiv sind, kennen. Wir waren überrascht, wie viele Preise und Medaillen manche gewonnen haben.

In der fünften und sechsten Stunde hatten wir das Thema „Blind durch den Alltag". Dabei haben wir uns in blinde Menschen hineinversetzt. Außerdem durften wir blind essen. Wir haben gelernt, dass Kellner den blinden Menschen mithilfe einer Uhr erklären, wo sich was auf dem Teller befindet, z. B. auf „12.00 Uhr" liegt der Käse und auf „6.00 Uhr" die Karotten. Außerdem schmeckt beim Blindessen alles intensiver und Tische sowie Stühle wirken viel größer als gewöhnlich.

Donnerstag war auch ein toller Tag! In den ersten beiden Stunden haben wir verschiedene Stationen zum Thema „Blind sein" getestet und dabei festgestellt, dass es ganz schön schwierig ist, einen Faden blind einzufädeln. Nun kann ich mir besser vorstellen, wie es blinden Menschen dabei ergeht!

Im Anschluss daran haben wir Torball in der Wasenhalle gespielt. Torball ist eine Ballsport in erster Linie für Blinde und sehbehinderte Menschen, aber auch sehende Menschen können mitspielen. Spielerinnen, Spieler und Schiedsrichter vom SV Hoffeld brachten uns diese Sportart näher. Es war sehr lustig und hat viel Spaß gemacht.

Am Nachmittag haben wir dann einen Parcours durchlaufen, bei dem wir verschiedenen Stationen blind bewältigen sollten. Dies hat mir auch große Freude bereitet.

 

Zum Abschluss der Woche haben wir dann den Film „Wo ist Fred?" angeschaut und hinter besprochen, wie man mit behinderten Menschen im Alltag umgehen sollte.

Nun ist die SE-Woche vorbei und wir haben vieles mitgenommen und dazu gelernt! Ich finde es auch gut, dass wir das Thema „Soziales Engagement" in der Schule behandeln, denn viele Menschen wissen leider nicht, wie sie mit behinderten Menschen umgehen sollen. Ich fand die Begegnung mit der blinden Margret schön. Es ist wirklich beeindruckend, wie gut sie hören kann und was für eine super Vorstellungskraft sie besitzt! Es hat mich echt erstaunt und es hat mir Spaß gemacht, mit ihr Torball zu spielen.

Außerdem nehme ich von der Woche mit, dass man alle respektieren und gleich behandeln soll, denn jeder Mensch ist gleich viel wert. Folglich ist es egal, ob Menschen eine Behinderung haben oder nicht. Schließlich sind sie immer noch Menschen, wenngleich sie „ganz normal anders" sind und oftmals nichts dafürkönnen."

Sophia Myers (Kl. 8aR)

 

 

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