R7c dem Mittelalter auf der Spur in Esslingen
Am 11.12.2025 trafen wir uns um 08:15 Uhr am Bahnhof. Von dort aus fuhren wir mit der S-Bahn nach Esslingen. Nach unserer Ankunft durften wir zunächst etwas essen, bevor Herr J. und Frau W. zu unserer einstündigen Stadtführung dazukamen.
Zuerst wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Anschließend stellten wir uns in einen Kreis und besprachen, wie eine Stadt im Mittelalter (ca. 500–1500 n. Chr.) aussah. Herr J. erklärte uns, dass nach Einbruch der Dunkelheit jeder zu Hause sein musste. Wer zu spät kam, wurde vor die Stadttore gesetzt und durfte erst am nächsten Morgen wieder hinein.
Danach gingen wir zur Frauenkirche. Herr J. erzählte uns, dass diese Kirche ausschließlich durch Spendengelder aus dem Ablasshandel finanziert wurde. Anschließend standen wir vor einer mysteriösen Tür mit der Nummer vier. Erst als wir sie betraten, wurde uns klar, dass sie zu einer evangelischen Kirche gehörte.
Die Kirche war sehr schlicht gestaltet. Es gab eine reich verzierte Orgel, hölzerne Sitzbänke, die es früher noch nicht gab, sowie einige wenige Wandmalereien. Diese wurden nach der Reformation größtenteils entfernt. Die Wandmalereien waren ursprünglich notwendig, da die Gottesdienste auf Latein gehalten wurden und viele Menschen den Inhalt nicht verstehen konnten. Durch die Bilder erhielten sie dennoch eine Vorstellung von der Bibel.
Nach dem Ende der Stadtführung durften wir noch über den Weihnachtsmarkt in Esslingen schlendern und uns etwas kaufen. Es gab Stände mit Essen, Kleidung, Kräutern, Seifen, Holzschnitzereien, einige Fahrgeschäfte und vieles mehr. Gegen 14 Uhr kamen wir wieder in Freiberg an. Es war ein schöner Ausflug.
Von Nahla N.



