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Frankreichaustausch: Gegenbesuch in Embrun – Erasmusprojekt „Mensch und Natur in den Alpen“

Nach dem Besuch der französischen Gruppe im Mai freuten sich viele Teilnehmenden schon auf den Gegenbesuch – und allzu lange mussten sie nicht warten, denn nur einen Monat später hieß es für uns: Auf geht’s nach Embrun! Die Austauschpartner kannten sich also bereits, aber alle waren gespannt, nun auch deren Familien kennenzulernen, und so herrschten neben großer Wiedersehensfreude auch etwas Aufregung, die sich aber nach dem herzlichen Empfang schnell legte.
Vom Schulhof und aus vielen Klassenzimmern unserer Partnerschule, des Collège Les Ecrins, bietet sich ein wunderschöner Blick

auf die Stadt und das beeindruckende Alpenpanorama – eine passende Einstimmung auf das Thema unseres Projekts „Mensch und Natur in den Alpen“, das uns durch die Woche begleitete. Nicht umsonst trägt die Schule den Namen eines Gebirgsmassivs. Und so meinte ein deutscher Teilnehmer sichtlich begeistert und fast etwas neidisch zu seinem Austauschpartner: „Und das hier siehst du jeden Tag!“
Entsprechend stand neben Schulbesuch auch eine ausgedehnte Wanderung am Rande des Nationalparks Les Ecrins auf dem Programm, bei dem die Gruppe Natur und Landschaft hautnah erleben konnte. Bei der Begegnung mit einem Nationalparkwächter und einen Bergführer erhielten sie darüber hinaus interessante Informationen zu unserem Projektthema.
Ein weiterer Ausflug führte uns an den Staudamm Serre-Ponçon, einen der größten Erddämme Europas, der hier die Durance zum größten Stausee Frankreichs aufstaut. Im Museum wurden Geschichte und Bau, dem mehrere Dörfer zum Opfer fielen, sowie die heutige Nutzung anschaulich in Multimedia-Shows vermittelt, sodass den Schülern die gewaltige Dimension des Eingriffs des Menschen in die Natur deutlich wurde.
Ein weiterer Baustein unseres Projekts war es, die gesammelten Eindrücke und Informationen zu sichern, durch Recherchen zu vertiefen und in einem digitalen Buch zusammenzustellen, und so verbrachten die deutsch-französischen Tandems einige Stunden in den Computerräumen der Schule, wo sie Buchseiten zu verschiedenen thematischen Aspekten gestalteten. Und die Arbeit hat sich gelohnt, denn das Ergebnis kann sich sehen lassen!
Nach so intensiver Arbeit hatten sich alle auch gemeinsamen Spaß verdient, und so ging es nach dem erfolgreichen Abschluss des Projekts zum Rafting auf der Durance. Hier blieb niemand trocken, und einige gingen – freiwillig oder unfreiwillig – baden, was bei schönstem Wetter aber erfrischend war. Alle kamen wohlbehalten am Ziel an und waren schnell wieder trocken.
Die Stimmung in der Gruppe war gut, und für viele war es so eine rundum gelungene, erlebnisreiche Woche. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv, eine Schülerin sagte: „Die Woche in Frankreich hat mir sehr gut gefallen. Die Aussicht auf den See und auf die Berge ist wunderschön und ich habe viele neue Dinge dazugelernt. Es war eine sehr schöne Erfahrung und ich habe viele schöne Momente erlebt.“ Bleibt also zu hoffen, dass es für manche nicht der letzte Besuch in Embrun gewesen ist und es ein Wiedersehen mit den Austauschpartnern geben wird!
Zum Schluss geht noch ein großes Dankeschön an das Erasmus+Programm der Europäischen Union, das unser Projekt sehr großzügig gefördert hat und so allen Interessierten eine Teilnahme ermöglicht hat.